ACACIA Loge Nr. 889

Bijou der Deutsche Wacht im Süden

Deutsche Wacht im Süden

Constantia-Bijou

Constantia vom Fels zum Meer

Freimaurerloge ACACIA Loge Nr. 889 Zur Vergangenheit Goose & Gridiron

"Die Freimaurerei war immer!" klärt uns der fiktive Freimaurer Falk in Lessings berühmten Dialogen "Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer" (1776-1778) auf. Lessing meint damit, dass Freimaurerei als Idee zeitlos ist. Sie steht als Synonym für das spezifisch menschliche Streben nach (Selbst-)Erkenntnis, für Humanität in ihrer eigentlichen Bedeutung.

Die Freimaurerei als Organisation in mehr oder minder öffentlicher Erscheinungsform gibt es seit dem Johannistag 1717, als sich im Londoner Ale House "Goose and Gridiron" die erste Großloge aus denkbar profanem Anlass aus den so genannten vier alten Bauhütten konstituierte.

Die Wurzeln der ACACIA Loge reichen bis in das Jahr 1912 zur "Constantia vom Fels zum Meer", der südlichsten Dependance der Großloge von Hamburg.

Constantia-Brüder gründeten im Jahr 1924 die "Deutsche Wacht im Süden" unter der in damaliger Zeit weit verbreiteten Lehrart der preußischen Großen National-Mutterloge "Zu den 3 Weltkugeln" . 1935 musste sie - wie alle anderen deutschen Logen - auf massiven Druck der Nationalsozialisten ihre freimaurerischen Aktivitäten einstellen. Ihre Brüder waren Repressalien ausgesetzt und wurden verfolgt, nicht wenige fanden sich in Lagern interniert.

Die deutsche Nachkriegs-Freimaurerei konnte nur äußerst langsam die Arbeit wieder aufnehmen. Bis heute sind die Jünger der Königlichen Kunst sehr, sehr weit davon entfernt, an die Mitgliederzahlen der "Goldenen Zwanziger" vor dem Kriege anzuknüpfen. Die Zerschlagung durch das Nazi-Regime war nicht nur gründlich sondern auch nachhaltig.

Verständlicherweise ging es den Menschen in den ersten Jahren nach dem Krieg erst einmal ums nackte Überleben, bevor man sich wieder ideellen Fragestellungen widmen wollte. Außerdem blieb der Einfluss der West-Alliierten auf die Gesellschaft der Bonner Republik nicht ohne Auswirkung auf das Selbstverständnis der deutschen Freimaurer. Logennamen wie "Deutsche Wacht im Süden" passten nicht mehr in diese neue Zeit.

So ist es nicht verwunderlich, dass aus der "Deutschen Wacht im Süden" nach mehreren strukturellen und inhaltlichen Metamorphosen im Jahr 1964 schließlich die ACACIA Loge Nr. 889 wurde. Diese ACACIA Loge pflegt heute die Lehrart der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland und ist damit in gewisser Hinsicht wieder zu den geistigen Wurzeln der "Constantia vom Fels zum Meer" zurückgekehrt.

 

Constantia-Allegorie